Standortschließungen der DB Cargo unverantwortlich und kontraproduktiv
28.08.2025

„Die geplanten Werkstattschließungen von DB Cargo sind unverantwortlich und kontraproduktiv“, erklärt Ina Latendorf, Abgeordnete aus Mecklenburg-Vorpommern, zur jüngsten Ankündigung der DB-Güterverkehrstochter, zehn von fünfzehn ihrer Außenstellen zu schließen.
„Vier davon liegen im Osten, eine davon in Rostock“, so Ina Latendorf weiter, „erneut also ein ganz schlechtes Signal für die sowieso schon prekäre Industriestruktur des Ostens.“
Ina Latendorf erläutert:
„Die ökologisch sinnvolle Anforderung ‚von der Straße auf die Schiene‘ wird derzeit offenbar in allen Bereichen torpediert. Verbal wird versichert, die Schiene stärken zu wollen, aber die Praxis der Bahn selbst spricht eine ganz andere Sprache. Statt Defizite abzubauen, redet man von Schließung und letztlich wohl von Verlagerung. Der naheliegende Vorwurf der Tarifflucht dürfte nicht aus der Luft gegriffen sein.“
Ina Latendorf betont:
„Die Bundesregierung muss sich fragen lassen, wieso sie die Deutsche Bahn und ihre Güterverkehrssparte nicht endlich nach den Gesichtspunkten der ökologischen Nachhaltigkeit strukturell und finanziell so unterstützt, wie es der verkehrs- und umweltpolitischen Sachlage entspricht. Die Schließungspläne sind zurückzunehmen. Die Bahn braucht eine staatliche Investitionsoffensive.“