Schwarz-rote Verzögerungen im Betriebsablauf

16.07.2025

"Schwarz-Rot steuert hinsichtlich der Interessen der NutzerInnen der Bahn zwischen Hamburg und Berlin weder nach, noch werden Verzögerungen im Betriebsablauf verhindert", kritisiert die Parlamentarische Geschäftsführerin der Linken im Bundestag Ina Latendorf heftig, "und das bei einer der am stärksten beanspruchten Strecken in Deutschland. Die Komplettsperrung der Bahntrasse Berlin-Hamburg über einen Zeitraum von neun Monaten war von vornherein ein Fehler. Dass insbesondere die Pendler darunter leiden werden, wird billigend in Kauf genommen." so die Schweriner Bundestagsabgeordnete Ina Latendorf, die selbst oft mehrfach wöchentlich die Bahnverbindung nach Berlin nutzt und in vielen Gesprächen mit Reisenden von sehr großen Sorgen hört, wie es ab August mit dem Weg zur Arbeit und zu Terminen sowohl Richtung Hamburg als auch Richtung Berlin überhaupt klappen kann.

"Nun wird nach der Antwort auf unsere Fragen an die Bundesregierung deutlich: die Bauabschnitte sind verspätet ausgeschrieben worden, die angesagten Renovierungen fallen kleiner aus und die Sperrung droht länger zu werden. Statt mit dem modernen European Train Control System (ETCS) Level 2, wird die Strecke jetzt nur ETCS-ready gemacht. Statt 12 Überleitstellen kommen nur 6. Und es werden nun doch nicht alle Bahngleise auf dieselbe Höhe gebracht. Eine weitere Vollsperrung wird mittelfristig ebenfalls nicht ausgeschlossen. Stückwerk reiht sich an Stückwerk."

Die mecklenburgische Bundestagsabgeordnete stellt fest: "Damit verspielen die Bundesregierung und die Bahn nicht nur weiteres Vertrauen der Bahnreisenden, sondern wird am Ende für eine verspätete Wiedereröffnung und dann auch noch für eine nichtausreichende Instandsetzung verantwortlich sein. Ein Armutszeugnis und eine Peinlichkeit."